top of page

Vom Bedürfnis, wertvoll zu sein

Alle Menschen haben bestimmte Grundbedürfnisse. Eines davon ist das Bedürfnis, wertvoll zu sein. Das Gefühl, wertvoll zu sein, entsteht, wenn man den Eindruck hat, man mache einen Unterschied. Es komme darauf an, dass man am Morgen aufsteht. Was können wir selbst dafür tun?

Vielleicht kennst du die schöne Geschichte von dem Jungen, der Seesterne sammelte. Hier ist sie:


"Es tobte ein furchtbarer Orkan, der das Meer aufwühlte. Riesige Wellen brachen sich ohrenbetäubend laut am Strand. Als der Sturm langsam nachließ, klarte der Himmel wieder auf.

Am Strand lagen unzählige Seesterne, die die Brandung herangespült hatte. Ein kleiner Junge lief am Strand entlang, nahm vorsichtig Seestern für Seestern in die Hand und warf sie zurück ins Meer.

Da kam ein Mann vorbei und sagte: „Du dummer Junge! Was du da machst, ist vollkommen sinnlos. Siehst du nicht, dass der ganze Strand voll von Seesternen ist? Die kannst du nie alle zurück ins Meer werfen! Was du da tust, ändert nicht das Geringste!“

Der Junge schaute den Mann überrascht an. Dann ging er zu dem nächsten Seestern, hob ihn behutsam auf und warf ihn zurück ins Meer. Den Mann ließ er wissen: „Für diesen hier wird es etwas ändern!“ gefunden auf www.zeitblueten.com.


Diese Geschichte zeigt uns zweierlei:

Es ist wichtig, dass man tut, was einem als wichtig erscheint - auch wenn man in einem düsteren Moment vielleicht meint, man sei doch so klein und unbedeutend, es komme auf einen nicht an.


Und sie zeigt uns, welche Bedeutung WIR SELBST unserem Tun beimessen. Natürlich hilft es, wenn man von Menschen umgeben ist, die einem in seinem Tun bestätigen, die einem sagen, wie wertvoll man ist, die einem Wertschätzung zeigen. Für ein befriedigendes, glückliches Leben ist diese Erfahrung sogar grundlegend.

Zuallererst aber müssen wir uns selbst wertschätzen, und dem, was uns wichtig ist, Raum geben, es tun und ihm Bedeutsamkeit zusprechen. So wie dieser Junge, der aus seinem Herzen heraus handelt und erkennt, dass auch kleine Taten Wirkung haben.


Wenn du das Gefühl hast, dein Bedürfnis, wertvoll zu sein, komme zu kurz, werde nicht erfüllt, ist es Zeit, etwas dagegen zu unternehmen.


Finde heraus, was dir wirklich wichtig ist. Vielleicht ist es Hilfsbereitschaft, die Natur zu retten, menschliche Begegnung, etwas Schönes herzustellen, den Garten zu pflegen...

Setze es dann in eine Tat um, und sei sie noch so klein.

- Jemanden im Altersheim besuchen

- Dich anmelden für einen Keramikkurs und etwas Schönes für dich oder einen anderen lieben Menschen herstellen

- An deiner Strasse den Abfall zusammenlesen und entsorgen


Beobachte, was diese Tat verändert. Alles, was man tut, verändert etwas, macht einen Unterschied.

Schenke dieser Tat und deren Wirkung Wertschätzung.


Vielleicht führen dich diese Überlegungen auch zu besonderen Talenten, die du mitgebracht hast. Sie tragen dazu bei, dass dir Dinge leicht fallen, Freude machen. Schenke deinen Talenten Raum und Zeit, damit sie sich zeigen und entfalten können. Schreite auch hier zur Tat. "Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es!" - genau so ist es.


Wenn dir das nicht genügt, oder wenn du nicht herausfinden kannst, was dir wirklich wichtig ist, was dir wirklich liegt, ist wahrscheinlich ein grösserer Schritt nötig. Vielleicht magst du dir dafür Beratung und Begleitung suchen. Oft findet man Lösungen besser im Gespräch oder beim angeleiteten Nachforschen. Ich unterstütze dich gerne dabei. Kontaktiere mich ungeniert. Die Kontaktdaten findest du hier.

bottom of page