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Freude an der eigenen Biografie und im Leben finden

Oft sind es Krisen und Krankheiten, die Menschen dazu veranlassen, sich der eigenen Biografie zuzuwenden. Mindestens so schön ist es aber auch, unabhängig davon den Zeitpunkt zu wählen, Lebensfreude einzuladen und sogar unerwünschte Prägungen loszulassen. Warum nicht dem Motto folgen: "Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit."? Ja, man kann Freude finden in und an der eigenen Biografie, auch wenn das Leben zeitweise schwierig war.

Die Kindheit ist für viele Menschen eine Quelle der Inspiration. Wenn sie daran zurückdenken fallen ihnen Situationen ein, in denen sie sich frei, lebendig und engagiert fühlten. Als Erwachsene sagen wir, dass wir uns "im Flow" befinden, wenn es uns ähnlich geht. Es ist dann, als wären wir für diesen Moment verliebt in das Leben. Wir nehmen seine Schönheit und alle kleinen Wunder wahr, die damit verbunden sind.


Solche Momente sind vergänglich. Kein Mensch befindet sich immer im Flow-Zustand, aber immer mal wieder darf er oder sie ihn erfahren. Viele von uns wissen sogar, wie sie ihn herbeiführen können. Wir malen, spazieren im Wald, lauschen der Brandung des Meeres, diskutieren mit anregenden Menschen, bauen an einem Modellflugzeug - wir tun irgendetwas Bestimmtes, das uns die Zeit vergessen lässt und uns erlaubt, in dieser Tätigkeit aufzugehen.


Wenn unser Leben sich aber so entwickelt hat, dass wir uns fragen müssen, wann wir uns zuletzt einmal frei, lebendig und engagiert gefühlt haben, dann muss sich etwas ändern. Ein möglicher Schritt besteht darin, sich tatsächlich zu erinnern. Und oft genug finden wir Anknüpfungspunkte für etwas Besseres in der Kinheit.

- Was hat mich als Kind begeistert? Womit konnte ich mich stundenlang beschäftigen?

- Welches Bild von mir als Kind taucht auf, wenn ich an schöne Momente denke?

- Gab es Kindheitsphasen, in denen ich mich für etwas begeisterte und dieses intensiv verfolgte?

Kindheitserinnerungen können dazu verhelfen, als Erwachsene ein glückliches, sinnvolles Leben zu führen. Der Neurowissenschafter Rick Hanson konnte zeigen, dass Kindheitsträume Wegweiser sein können dafür, wie wir unser Erwachsenenleben heute führen und organisieren wollen.


Doch was, wenn man gar nicht so gerne zurückschaut auf die eigene Kindheit, weil man sich an wenig Erfreuliches erinnern kann? Wenn es schwierig war oder man sich unglücklich fühlte? Nun, wir können uns als Erwachsene um das kleine Kind in uns kümmern, das immer noch da ist. Wir können es umsorgen, befragen, ihm das geben, was es braucht. Das klingt vielleicht etwas ungewohnt und gelingt auch nicht einfach so. Aber es geht und ist eine wunderbare Möglichkeit, den eigenen, verborgenen Bedürfnissen auf die Spur zu kommen. Bedürfnissen, deren Befriedigung uns zu dem Gefühl führt, "im Flow" zu sein, lebendig, engagiert und frei. Es kann sein, dass man dafür eine Begleitung braucht, jemanden, der einen dabei unterstützt, Kontakt zum inneren Kind aufzunehmen und sich damit zu unterhalten. Vielleicht ist dies ein Biografiearbeitscoach, der einem in die Lebenshaus-Räume der Kindheit, Schul- und Jugendzeit begleitet. Ziel ist es, Freude an der eigenen Biografie zu entwickeln, das Potenzial, das in einem steckt, zu ergründen und fruchtbar zu machen für ein erfülltes Leben im Hier und Jetzt - und in Zukunft.

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