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Gesunde Morgenroutinen

Es ist nicht egal, wie wir unseren Tag beginnen. Dem Morgen liegt eine Kraft inne, die wir für den Tag nutzen können wie ein Segler den Wind. Ich habe einige gesunde Morgenroutinen kennengelernt und ausprobiert - mit viel Freude und Gewinn.

So liegt der Tag am Morgen vor uns: unberührt und frisch. Kleine Kinder erfassen das intuitiv vollständig. An ihnen können wir beobachten, wie es ist, jeden Tag voller Lebensfreude zu beginnen, ihn anzugehen, als ob es kein Gestern gegeben hätte. Sie haben noch das Wissen in sich, dass wir immer wieder neu beginnen können, dass uns jeder Tag einlädt, etwas neu zu greifen.

Viele Menschen entwickeln im Lauf der Zeit bestimmte Morgenroutinen: eine Tasse Tee oder Kaffee, duschen, Zeitung lesen... Darüber hinaus können wir den Morgen aber auch nutzen, um uns mental einzustimmen auf einen gelingenden Tag. Hier einige mögliche Gewohnheiten, die ich ausprobiert, und von denen ich einige beibehalten habe.

  • Nach dem Aufwachen kurz danken dafür, dass man diesen neuen Tag erleben darf. Dankbarkeit ist ein Gefühl, das uns zuverlässig glücklich macht, und das wir tagsüber unzählige Male abrufen können, denn Grund dafür gibt es immer genug.. Mit diesem kleinen Ritual geben wir dem wertvollen Gefühl der Dankbarkeit bereits ein erstes Mal Raum in unserem Tag.

  • Noch im Liegen den Körper begrüssen mit einem Body Scan. Dafür beim Kopf beginnend jedes Körperteil, auch die Augen, Ohren, Nase und Mund, kurz besuchen und so mit einer leichten geistigen Berührung willkommen heissen. Ein Body Scan hilft uns, bewusst und achtsam zu sein - Grundlage für stimmiges Handeln gerade auch in stressigen Situationen.

  • Den Körper durchdehnen mit einigen wenigen Yogahaltungen - sei es noch im Bett liegend oder auf einem Stuhl sitzend. Anfangs ist der Körper noch steif und unbeweglich. Wie schön zu erleben, wie er sich entfaltet, wie Leben in die Glieder strömt. Körper und Geist sind eins. Ist der Körper beweglich, bewegt sich unser Denken und Fühlen. So können wir unserer Kreativität einen guten Boden geben.

  • Bevor uns der Alltagslärm umfasst, einige Minuten still sein und sich einstimmen darauf, wie der Tag werden soll. Wir beginnen mit der Konzentration auf den Körper, den Atem, geben uns Zeit, geistig im Tag anzukommen. Dann lassen wir uns, entspannt und intuitiv, einen Begriff dazu einfallen, wie unser Tag werden soll. Vielleicht kommen da Worte wie "friedlich", "zuversichtlich", "harmonisch", "kraftvoll"...Diesen Begriff lassen wir wirken, indem wir uns überlegen: Wie sehe ich mich am Frühstückstisch, wenn es z.B. "friedlich" sein soll? Was trage ich am Arbeitsplatz dazu bei, dass es "friedlich" wird? Wie gestalte ich meinen Abend, dass er "friedlich" wird? Eigentlich programmieren wir so unser Gehirn. Nur ausprobieren - es funktioniert!

  • Ein Musikstück hören, das gefällt. Idealerweise ist es kein lautes, allzu rhythmisches, sondern etwas, das uns sanft weckt und die leisen Töne in uns zum Klingen bringt. So werden wir aufmerksam auf die leisen Töne des Tages, die so leicht untergehen, obwohl sie so wichtig sind.

Jede und jeder von uns kann ihre/seine Morgenroutine finden. Mit ein wenig Ausdauer und Übung werden die Elemente bald zur Gewohnheit und entfalten ihre heilsame Wirkung.

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